Kategorie: Systemisches Coachint

SEX BEGINNT BEIM FRÜHSTÜCK

SEX BEGINNT BEIM FRÜHSTÜCK

Sex beginnt nicht im Schlafzimmer. Oft beginnt er viel früher – bei einem Spaziergang, einem gemeinsamen Frühstück oder einem Moment echter Verbindung. Eine persönliche Geschichte über zwei Cappuccini, zwei Cornetti und die Kunst der Begegnung.

Manchmal beginnt Sex nicht im Schlafzimmer. Manchmal beginnt er mit einem Cappuccino.

Nach ein paar Tagen mit unserem Wohnmobil im Salzburger Land sind Kathrin und ich vor Kurzem wieder nach Hause gekommen. Kaum zurück, waren wir auch schon wieder in unseren alltäglichen Aufgaben und Verpflichtungen angekommen. Und wie das oft so ist: Die schöne Verbundenheit, die wir unterwegs gespürt hatten, trat langsam etwas in den Hintergrund.

Heute Morgen entschieden wir spontan, mit der Vespa in den nördlichen Englischen Garten zu fahren. Zu einer versteckten Badestelle an der Isar. Wir spazierten durch die Morgensonne, tauchten in das noch frische Wasser ein und genossen die Leichtigkeit dieses ungeplanten Vormittags. Auf dem Rückweg setzten wir uns bei unserem Lieblingsitaliener in die Sonne. Zwei Cappuccini. Zwei Cornetti mit Marmelade. Kleine Herzen im Milchschaum. Nichts Besonderes. Und gleichzeitig alles. Als wir später wieder zu Hause waren, spürte ich etwas in mir. Die Bewegung. Das kalte Wasser auf der Haut. Die Sonne im Gesicht. Die Freude über diesen gemeinsamen Vormittag. Ich musste schmunzeln. Ich saß dort in einer über zwanzig Jahre alten Jogginghose, die ich vor ein paar Tagen von Kathrin geerbt hatte. Irgendwo zwischen Schlabberlook und einer sehr gewagten Brad-Pitt-Fantasie. Und trotzdem fühlte ich mich vollkommen wohl. Ich sagte zu Kathrin: „Weißt Du was? Der Sex beginnt wohl beim Frühstück.“ Sie lachte. Weil sie offenbar einen ganz ähnlichen Gedanken gehabt hatte.

Wir sprachen nicht darüber, ob wir später am Tag Sex haben würden. Es ging um etwas anderes. Um das Gefühl von Nähe. Von Verbundenheit. Von gemeinsam erlebter Zeit. Um dieses feine Kribbeln, das entsteht, wenn zwei Menschen wirklich miteinander in Kontakt sind.

DAS KRIBBELN BEGINNT OFT WOANDERS

SEXUALITÄT WÄCHST AUF VERBINDUNG

Warum erzähle ich das? Weil ich sowohl in unserer tantrischen Arbeit als auch in meiner Arbeit mit Männern immer wieder erlebe, wie groß die Sehnsucht nach nährender Sexualität ist. Und gleichzeitig erlebe ich, wie oft wir vergessen, worauf Sexualität eigentlich wächst. Nicht auf Druck. Nicht auf Erwartungen. Nicht auf Funktionieren. Sondern auf Verbindung.

Viele Paare wünschen sich mehr Sex und versuchen, direkt dort anzusetzen. Doch häufig fehlt etwas davor: der Spaziergang, das Gespräch, die Berührung ohne Ziel, das gemeinsame Lachen oder eben ein Cappuccino in der Sonne. Die Bereitschaft, sich Zeit zu schenken.Vielleicht dürfen wir wieder lernen, dass Sexualität nicht erst dort beginnt, wo wir uns ausziehen. Vielleicht beginnt sie viel früher. In dem Moment, in dem wir bei uns selbst ankommen. In dem Moment, in dem wir neugierig werden auf den anderen Menschen. In dem Moment, in dem wir aufhören, etwas erreichen zu wollen, und stattdessen beginnen, gemeinsam etwas zu erleben.

Und vielleicht entsteht genau dort die Grundlage für eine nährende Sexualität, die nicht gemacht werden muss, sondern ganz natürlich entsteht.

WARUM MÄNNERN OFT DIE ZEIT FÜR SICH SELBST FEHLT

In meiner Arbeit mit Männern erlebe ich immer wieder, wie schwer es uns Männern fällt, uns genau diese Freiräume zu erlauben. Und wenn wir sie haben, wie schwer es uns manchmal fällt, sie wirklich wahrzunehmen. Ganz im Moment zu sein. Zu beobachten, was sich in uns verändert. Dabei liegt genau dort eine große Chance. Denn wenn wir beginnen zu spüren, wie gut uns solche Erfahrungen tun, können sie zu einem Kompass werden. Zu einer Einladung, unser Leben so zu gestalten, dass wieder mehr Präsenz möglich wird. Mehr Kontakt zu uns selbst. Mehr Verbindung zu unseren Gefühlen, Bedürfnissen und Grenzen. Und dadurch oft auch mehr Nähe zu unseren Partnerinnen.

Genau dafür schaffen wir in meinem Männer-Retreat „Gestalte Deine Beziehungen“ einen Erfahrungsraum. Einen Raum für Männer, die sich bewusst Zeit nehmen möchten, um sich Fragen zu stellen, die im Alltag oft untergehen: Wie möchte ich eigentlich leben? Welche Art von Beziehung wünsche ich mir wirklich? Was brauche ich, um präsent, klar und verbunden zu sein? Und wie komme ich wieder näher zu meinen Bedürfnissen, Gefühlen und Grenzen? Manchmal reicht schon eine bewusste Auszeit, um wieder zu spüren, was im Alltag verloren gegangen ist.

DIE KUNST, EINANDER WIRKLICH ZU BEGEGNEN

Auch in unserer gemeinsamen Arbeit bei Herzberührung begegnen wir immer wieder derselben Frage: Was bedeutet es heute eigentlich, Frau oder Mann zu sein? Was macht die besondere Anziehung zwischen den Geschlechtern aus? Wie gelingt Intimität? Und wie können wir einander begegnen, ohne uns selbst dabei zu verlieren? Unter dem Titel „Frau-Sein und Mann-Sein“ öffnen Kathrin und ich Erfahrungsräume für Begegnung, Berührung, Selbsterfahrung und bewusste Beziehungsgestaltung. Denn echte Nähe entsteht selten zufällig. Sie entsteht dort, wo Menschen bereit sind, präsent zu sein. Dort, wo wir neugierig bleiben. Dort, wo wir uns Zeit schenken. Dort, wo wir uns erlauben, einander wirklich zu begegnen.

Sex beginnt beim Frühstück. Oder beim Spaziergang. Oder beim gemeinsamen Bad im See. Eigentlich beginnt er immer dort, wo zwei Menschen sich erlauben, präsent zu sein. Und wer weiß, welche Überraschungen das Leben für uns bereithält, wenn wir aufhören, ständig nach einem Ergebnis zu suchen.

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DIE VERBORGENEN GESETZE DEINES FAMILIENSYSTEMS

DIE UNSICHTBAREN REGELN DEINER FAMILIE – UND WIE SIE DICH HEUTE NOCH STEUERN

Die meisten Familien wünschen sich Harmonie. Dass alle miteinander auskommen, Konflikte möglichst klein gehalten werden und das Familiensystem stabil bleibt. Das ist etwas zutiefst Menschliches. Doch oft entstehen dabei unausgesprochene Regeln, die niemand bewusst festgelegt hat. Regeln darüber, was erlaubt ist, was erwartet wird und wie man sich verhalten sollte, um dazuzugehören. Als Kinder lernen wir diese Regeln nicht durch Worte. Wir lernen sie durch Blicke, Reaktionen, Stimmungen und Erfahrungen. Und genau diese Regeln begleiten viele Menschen bis weit ins Erwachsenenleben hinein.

Niemand schreibt diese Regeln auf. Und doch kennt sie jeder im System. Kinder besitzen ein feines Gespür dafür, was notwendig ist, um Sicherheit, Bindung und Zugehörigkeit zu erfahren. Denn aus Sicht eines Kindes ist das Familiensystem überlebenswichtig. Es ist vollständig von seinen Bezugspersonen abhängig und darauf angewiesen, dass das System stabil bleibt. Deshalb nehmen Kinder die Spannungen, Bedürfnisse und Dynamiken ihrer Familie oft sehr genau wahr. Häufig beginnen sie unbewusst, sich anzupassen oder bestimmte Rollen zu übernehmen, um zum Gleichgewicht des Systems beizutragen. Sie gehen in Ausgleichsbewegungen, vermitteln zwischen Konflikten, stellen eigene Bedürfnisse zurück oder übernehmen Verantwortung, die eigentlich nicht zu ihnen gehört. Nicht weil sie sich bewusst dafür entscheiden, sondern weil sie spüren, dass dies dazu beiträgt, die Harmonie und den Zusammenhalt innerhalb der Familie zu erhalten. Aus systemischer Sicht ist dies ein Ausdruck tiefer Loyalität gegenüber dem Familiensystem. Das Kind versucht unbewusst, einen Beitrag dazu zu leisten, dass das System bestehen bleibt. Was damals sinnvoll und notwendig war, kann jedoch später im Leben zu Mustern werden, die die eigene Entwicklung und Freiheit begrenzen.

JEDE FAMILIE HAT IHRE EIGENEN SPIELREGELN

DIE ROLLEN, DIE WIR ALS KINDER ÜBERNEHMEN

Aus diesen unausgesprochenen Regeln entstehen häufig bestimmte Rollen innerhalb der Familie. Da gibt es den Vernünftigen, den Rebellischen, den Harmoniestifter, den Leistungsträger, den Starken oder den Unsichtbaren. Jede dieser Rollen erfüllt eine Funktion für das Familiensystem. Sie hilft dabei, Stabilität zu schaffen und Spannungen auszugleichen. Das Problem ist nur: Was als Kind sinnvoll war, bleibt häufig auch dann bestehen, wenn wir längst erwachsen sind. Viele Menschen tragen ihre alte Rolle noch Jahrzehnte später mit sich herum. Sie kümmern sich um alle anderen, vermeiden Konflikte, funktionieren, übernehmen Verantwortung für Dinge, die gar nicht ihre Aufgabe sind oder kämpfen ständig gegen Autoritäten, ohne wirklich zu verstehen, warum. Die Rolle ist vertraut geworden. Manchmal so vertraut, dass sie mit der eigenen Persönlichkeit verwechselt wird.

WARUM WIR DIE FAMILIENHARMONIE OFT WEITERTRAGEN

Auch wenn wir unsere Herkunftsfamilie längst verlassen haben, wirken die inneren Regeln häufig weiter. In Partnerschaften. Im Beruf. In Freundschaften. Im Umgang mit den eigenen Kindern. Ohne es zu merken, versuchen viele Menschen immer noch, die Harmonie von damals aufrechtzuerhalten. Sie sagen nicht, was sie wirklich denken. Sie vermeiden Konflikte. Sie stellen die Bedürfnisse anderer über ihre eigenen. Oder sie glauben, immer stark sein zu müssen. Das Spannende dabei ist: Die ursprüngliche Familie ist oft längst nicht mehr da. Doch die inneren Regeln wirken weiter. Sie sind Teil unseres inneren Betriebssystems geworden. Und solange sie unbewusst bleiben, steuern sie unser Leben oft stärker, als uns lieb ist.Viele Menschen erleben genau hier einen Wendepunkt. Sie stellen fest, dass sie ihr Leben nach Regeln gestalten, die sie nie selbst gewählt haben. Regeln, die einst sinnvoll waren, heute aber vielleicht verhindern, dass sie ihre Bedürfnisse wahrnehmen, klare Grenzen setzen oder ihren eigenen Weg gehen.

BEWUSSTHEIT SCHAFFT WAHLFREIHEIT

In meinen Männerretreats, meinen tantrischen Räumen und auch im 1:1 Coaching arbeite ich immer wieder mit genau diesen Zusammenhängen. Durch Familienaufstellungen werden die oft unsichtbaren Dynamiken eines Familiensystems sichtbar und für viele Menschen erstmals wirklich begreifbar. Ein Bild, das ich dabei gerne verwende, ist das eines Mobiles. Solange alle Teile ihren Platz haben, befindet sich das Mobile in einem natürlichen Gleichgewicht. Jede Bewegung wird durch die anderen Elemente ausgeglichen. Es entsteht Harmonie. Doch was geschieht, wenn ein Teil plötzlich fehlt? Wenn Eltern sich trennen, ein Familienmitglied früh stirbt, ausgeschlossen wird, die Familie verlässt oder über bestimmte Ereignisse nicht mehr gesprochen wird? Dann gerät das Mobile aus dem Gleichgewicht. Und genau wie bei einem echten Mobile versucht das Familiensystem, diese Schieflage wieder auszugleichen. Oft geschieht das nicht bewusst. Vielmehr übernimmt ein anderes Familienmitglied eine Rolle, eine Last oder eine Aufgabe, um die Stabilität des Systems wiederherzustellen. Häufig sind es Kinder, die diese Ausgleichsbewegung vollziehen. Sie werden besonders brav, besonders stark, besonders verantwortlich oder besonders unauffällig. Nicht weil sie es möchten, sondern weil das System nach Ausgleich sucht. Aus systemischer Sicht sind viele unserer heutigen Verhaltensweisen deshalb nicht einfach persönliche Eigenschaften, sondern oftmals intelligente Lösungsversuche eines Familiensystems, das nach Stabilität strebt. Sobald diese Dynamiken sichtbar werden, entsteht häufig etwas sehr Wertvolles: Verständnis. Verständnis für die eigene Geschichte. Für die Eltern. Für die Rolle, die man selbst übernommen hat. Und damit die Möglichkeit, bewusst zu entscheiden, was weiterhin zum eigenen Leben gehören soll – und was nicht mehr.

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BEZIEHUNGSKRISEN ALS WENDEPUNKT

BEZIEHUNGSKRISEN ALS WENDEPUNKT FÜR MÄNNER

Wenn Vertrauen bricht, erschüttert das unser Innerstes. Doch in jeder Krise steckt auch die Chance, dich selbst neu kennenzulernen – und wahrhaft zu wachsen.

VERTRAUEN GEBROCHEN UND JETZT?

Kennst du das? Alles, was in deiner Partnerschaft sicher schien, wirkt plötzlich unsicher. In meinen 1:1 Coachings mit Männern begegne ich immer wieder ähnlichen Geschichten: Männer, die betrogen wurden – und Männer, die selbst diesen Schritt gegangen sind. Beide Seiten tragen Schmerz, Zweifel und Unsicherheit in sich. Und beide Seiten suchen nach Antworten: Wie konnte es so weit kommen? Was war mein Anteil? Und wie geht es jetzt weiter?

Im systemischen Coaching geht es nicht darum, Schuld zu suchen, sondern Bewusstsein zu schaffen.
Wenn Männer von ihren Partnerinnen betrogen wurden, frage ich oft:
„Welchen Anteil hattest du selbst an dieser Dynamik?“ Diese Frage ist provokant – und gleichzeitig heilsam. Denn in jeder Beziehung gibt es ein Zusammenspiel von Kräften. Wenn Nähe, emotionale Präsenz oder Intimität fehlen, reagiert das System.
Wer beginnt, seinen Anteil zu erkennen, findet Wege, wieder in Verbindung zu kommen – mit sich selbst und mit der Partnerin.
Oft berichten Männer, dass gerade nach einer solchen Krise mehr Nähe und Tiefe entstehen als je zuvor.

SYSTEMISCHES COACHING - DEN EIGENEN ANTEIL ERKENNEN

FLUCHT ODER BEWUSSTE WAHL

In meinen Coachings für Männer begegnen mir auch jene, die sich entschieden haben, ihre Partnerschaft zu verlassen.
Hier geht es darum zu erkennen: Ist die neue Frau eine Flucht, ein leichterer Weg – oder eine bewusste Wahl aus Klarheit und Erkenntnis. Nur wer seine Themen kennt, kann wirklich neu beginnen. Wer sie nicht kennt, wiederholt unbewusst die alten Muster.
Darum stelle ich Fragen wie:

Wurden wirklich alle Themen mit der Partnerin ausgesprochen? War ich in dieser Beziehung sichtbar mit meinen Bedürfnissen? Was glaube ich, würde sich ändern, wenn ich ganz ehrlich wäre – mit mir selbst und dem anderen?

Diese ehrliche Reflexion führt zu einem Punkt innerer Wahrheit. Und nur aus dieser Wahrheit heraus kann echte Veränderung entstehen.

REFLEKTIEREN STATT BEWERTEN

In meiner Arbeit als systemischer Coach nehme ich keine Position ein.
Ich frage nicht: Was ist richtig, was falsch? Sondern: Wo stehst du? Wie bewusst bist du dir deiner Entscheidungen? Diese neutrale, offene Haltung schafft den Raum, in dem Männer sich selbst wieder begegnen. Klarheit entsteht. Und mit ihr die Kraft, die Zukunft nach den eigenen Werten, Vorstellungen und Bedürfnissen zu gestalten – und das Alte hinter sich zu lassen.

Genau für solche Fragen und Prozesse nehmen wir uns im Männerjahrestraining 2026 bewusst Zeit.
Eine intensive Reise über mehrere Monate, die dich unterstützt, Klarheit zu finden, Verantwortung zu übernehmen und neue Wege als Mann zu gehen.
Es ist wertvolle Zeit für dich, deine Entwicklung und deine Beziehungen.

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IRGENDWANN HAT ETWAS IN MIR AUFGEHÖRT ZU STREBEN

IRGENDWANN HAT ETWAS AUFGEHÖRT IN MIR ZU STREBEN

Es war kein lauter Moment. Kein Zusammenbruch, kein Knall. Es war mehr so, als würde etwas leise nach innen gehen. Etwas, das jahrelang die Richtung bestimmt hatte – mein Streben, mein Wollen, mein innerer Motor – verlor plötzlich an Kraft. Und das Erstaunliche war: Es war kein Gefühl von Scheitern oder Resignation. Es war eher eine ruhige, klare Einsicht.

FRÜHER GING ES DARUM ETWAS ZU WERDEN

In den ersten Jahrzehnten meines Erwachsenenlebens war ich wie viele andere auch auf der Suche nach Erfüllung im Außen: Erfolg, Familie, Projekte, Sicherheit, Status. Und ich war ziemlich gut darin. Ich habe Leistung gebracht. Ich habe mich engagiert. Ich habe gemocht, was ich tue. Und trotzdem… war da irgendwann ein leises Unbehagen. Ein Zweifel: Ist das alles? Heute weiß ich: Ich war in einem Selbstbild gefangen, das nicht wirklich meins war. Ein Ich-Ideal, wie es Carl Rogers oder auch Freud beschreiben würden – geprägt von gesellschaftlichen Erwartungen, familiären Prägungen und all dem, was „man halt so macht“. Ich war beschäftigt, aber oft nicht verbunden.

Es begann sich etwas zu verändern – nicht plötzlich, sondern schrittweise. Die alten Ziele glänzten nicht mehr so wie früher. Ich fragte mich: Wofür das alles? Was bleibt, wenn ich nichts mehr leisten muss? Was ist echt – in mir, in meinen Beziehungen, in meinem Leben? Was mir damals half war der Gedanke von Jung, der diesen Wandel Individuation nennt: Der Weg, auf dem ich mein inneres Selbst vom äußeren Bild zu unterscheiden lerne. Das hat etwas in mir ausgelöst. Ich begann, mich nicht mehr über das zu definieren, was ich tue – sondern über das, was mich im Innersten ausmacht.

DIE WENDE KAM LEISE, ABER SIE KAM

Ich bin heute weniger damit beschäftigt, etwas zu „werden“. Stattdessen lerne ich, zu sein. Ich suche nicht mehr nach Bestätigung – ich suche nach Verbindung. Ich hetze nicht mehr Zielen hinterher – ich folge dem, was wirklich Sinn macht. Ich vergleiche mich weniger – und kann anderen tiefer begegnen. Ich habe gelernt, dass die Lebensmitte kein Einbruch ist. Sie ist ein Durchbruch – in eine neue Tiefe. Viele nennen das Midlife-Crisis. Ich würde eher sagen: Midlife-Wahrhaftigkeit.

WAS SICH VERÄNDERT HAT

Was mich in dieser Zeit getragen hat – und heute meine Arbeit als Coach und Retreat-Leiter prägt – war das Vertrauen, dass es in diesem Wandel eine Richtung gibt. Eine Einladung zur Integration. Heute begleite ich Männer, Frauen und Paare genau in dieser Umbruchphase. Nicht mit schnellen Antworten. Sondern mit Raum. Mit Fragen. Mit echten Begegnungen. Fragen wie: Was willst du loslassen – und was bewahren? Was ist nicht mehr deins – auch wenn du es jahrelang getragen hast? Welche Beziehungen tragen dich – und welche erschöpfen dich? Wenn du selbst an einem Punkt bist, wo das Alte nicht mehr trägt – aber das Neue noch keinen Namen hat – dann bist du nicht allein. Vielleicht ist es genau jetzt an der Zeit, tiefer zu schauen. Und dich neu zu verankern – nicht im Außen, sondern in dir selbst. „Frieden mit dem, was ist – und mit uns selbst.“

WAS MIR GEHOLFEN HAT

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GANZHEITLICHE ANSÄTZE IN COACHING UND THERAPIE

GANZHEITLICHE ANSÄTZE IN COACHING UND THERAPIE

Entdecke, wie ganzheitliche Ansätze in Coaching und Therapie Körper, Geist und Seele miteinander verbinden, um eine tiefere Selbstkenntnis und nachhaltige Veränderung zu fördern.

Meine persönlichen Erfahrungen

Wenn ich über medizinische Erkenntnisse spreche, möchte ich ausdrücklich betonen, dass ich kein Arzt bin. Die Informationen, die ich teile, basieren vor allem auf meinen persönlichen Erfahrungen und haben nicht den Anspruch, durch Studien umfassend belegt zu sein oder den einzigen Weg zur Heilung darzustellen.

Was Studien Belegen

In meiner aktuellen Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie und durch meine Arbeit im systemischen Coaching bin ich auf Erkenntnisse gestoßen, die meine eigenen Erfahrungen bestätigen. Studien zeigen, dass viele Patienten mit körperlichen Beschwerden keine ausreichenden organischen Befunde haben, die ihre Symptome erklären könnten. Umgekehrt gibt es Menschen mit organischen Diagnosen, die jedoch keine Krankheitssymptome verspüren. Hier kann ein systemischer Ansatz helfen, verborgene Zusammenhänge zu erkennen.

Ein Beispiel dafür ist die Volkskrankheit „Kreuzschmerz“ (Lumbago oder Hexenschuss). In vielen Fällen lassen sich diese Schmerzen nicht auf eindeutige organische Befunde zurückführen. Dennoch werden oft operative Eingriffe vorgenommen, obwohl nur 1-3% dieser Fälle eine Operation rechtfertigen würden. Hier könnten alternative Ansätze, wie systemische Familienaufstellungen oder körperorientierte Methoden, oft neue Perspektiven eröffnen. Gleichzeitig spielt die Integration psychosozialer Faktoren in die Behandlung eine entscheidende Rolle, wie sie auch in Tantra Seminaren oder Beziehungscoaching oft Anwendung finden.

Volkskrankheit Kreuzschmerz

Diese Erkenntnisse werfen ein Licht darauf, wie wichtig ein ganzheitlicher Ansatz in der Medizin ist. Eine ideale Behandlung verbindet die organische und die psychische Perspektive. Ärzte, Therapeuten und Coaches, die diesen ganzheitlichen Blick einnehmen, können den Betroffenen helfen, nachhaltige und für sie passende Entscheidungen zu treffen.

Im Rahmen von Paarberatung, Tantra Kursen oder Männerseminaren arbeite ich mit Methoden, die Körper, Geist und Seele einbeziehen. Mir ist es ein Anliegen, den Menschen zu vermitteln, dass Heilung oft ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren ist. Die moderne westliche Medizin kann in vielen Fällen sehr hilfreich sein, aber es lohnt sich, sie kritisch zu hinterfragen und mit systemischer Beratung und Coaching oder anderen ganzheitlichen Ansätzen zu ergänzen. Ziel sollte es immer sein, den Menschen in seiner Gesamtheit wahrzunehmen und zu unterstützen – körperlich, geistig und emotional.

Berücksichtigung der organischen und psychischen Aspekte

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WAS ES WIRKLICH HEISST DIE KOMFORTZONE ZU VERLASSEN

WAS ES WIRLICH HEISST DIE KOMFORTZONE ZU VERLASSEN

Mut zur Veränderung

Lernen spielt sich meist ein Stück weit außerhalb unserer Komfortzone ab. Gerade im körperlichen Kontext fällt es uns oft nochmal schwerer, aus unserer Komfortzone herauszutreten. Denn hier geht es um Gefühle, Emotionen, um verinnerlichte Glaubenssätze, vielleicht um Scham, um ein gekränktes Ego oder tiefe innere Unsicherheiten.
All das wahrzunehmen und trotzdem zu sagen: „Ich möchte was Neues ausprobieren und lasse mich einmal auf ganz neue Erfahrungen ein“, braucht ganz schön viel Bewusstsein und ganz schön viel Mut.

Unser Retreats als sicherer Raum für Wachstum

Mut, den die Teilnehmer*innen auf unseren Retreats immer wieder aufbringen, und wo @kathrinismaier.de und ich immer wieder tief berührt und beeindruckt sind, wie groß die Bereitschaft zur Veränderung ist. Auf unseren Retreats für Singles & Paare ist es uns das größte Anliegen, einen Raum zu kreieren, in dem sich alle Teilnehmenden sicher fühlen, damit sie sich trauen, Schritt für Schritt ihre Komfortzone zu verlassen.

Unser Retreats als sicherer Raum für Wachstum

Deshalb erklären wir alle Übungen ganz genau, geben euch Raum, eure Fragen & Unsicherheiten zu teilen und respektieren in jedem Moment eure Grenzen. Ihr könnt jederzeit entscheiden: „Hier gehe ich mit. Das probiere ich.“ Oder: „Das lasse ich sein. Das traue ich mich im Moment noch nicht.“  Allein dieses Bewusstsein über die eigenen JAs und NEINs zu erlangen, ist oft schon ein großer Schritt hin zu sich selbst.

FAQs - Im Jetzt Leben

DIE INNERE ORDNUNG FINDEN

DIE INNERE ORDNUNG FINDEN

Symbol für die Gemeinschaft unter Männern

Vom Zusammenbruch äußerer Strukturen

Wir brauchen „natürliche“ Gruppen, in denen wir soziale Kontakte pflegen können. In denen wir uns austauschen, helfen und voneinander lernen können. In unserer Entwicklung haben wir uns von diesen Klein-Gruppen in größere Gemeinschaften zusammen getan. Weil diese meist unsere natürliche Organisationsfähigkeit überstiegen, haben wir „Ordnungen“ geschaffen, denen sich Menschen anschlossen. Religionen sind solche Ordnungen, wie Christentum, Islam oder Buddhismus oder Ideologien wie Sozialismus, Kommunismus oder Kapitalismus. Immer wieder haben sich diese Ordnungen gewandelt, auch im Rückblick oft nicht vorhersehbar. Im Moment brechen viele Ordnungen ein. Religion, Wirtschaftssysteme, Familien oder Beziehungen.

Die Suche nach innerer Ordung

Wir suchen nach neuen Ordnungen. Finden diese in Zeiten des „Umbruchs“ aber häufig nicht. Was bleibt uns? Vermutlich nur die innere Ordnung bei uns zu suchen. Den inneren Kompass. Die Frage, was bedeutet Mensch sein? Was Menschlichkeit? Was die Würde des Menschen? Ich glaube, wir haben die Antworten darauf alle tief verankert in uns. Dadurch, dass wir anfangen zu lauschen, in die Stille gehen, uns weniger abhängig von Meinungen anderer machen, können wir diese innere Stimme wieder hören. Haben wir unseren inneren Kompass gefunden, sind wir weniger abhängig vom Außen. Weniger im „haben wollen“ und dadurch laufen wir auch weniger Gefahr enttäuscht, traurig, unruhig und einfach gesagt unglücklich zu werden.

FAQs - Im Jetzt Leben